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Wir und Ich.Empathie und Wille

Wie Teamgeist zur Leistungsreserve wird

Von der ASPC Konferenz in Paris, unseren Bemühungen und unseren Erfolg in der Internationalisierung von Nachhaltigkeitsbestrebungen im Spitzensport, hatte ich ja in einem kürzlichen Post berichtet.
In Paris habe ich gerne alles herausposaunt, was der Nachhaltigkeit und Verantwortung im Spitzensport dient. Doch genau von dort sollte ich auch den zweiten Wissensstammtisch (ein Format, in Kooperation mit der Servicestelle Wissensmanagement, dem BISp und dem DOSB) moderieren. Zum Thema, wie Teamgeist zur Leistungsreserve wird. Das mussten die anderen Länder nicht mitbekommen. Und ich brauchte Ruhe. Wie schön, dass mir eine liebe INSEP Mitarbeiterin ihr Büro überlies; samt Keksen, die ich mich nicht anzurühren traute.
Vielleicht hätte das Thema auch gar niemanden interessiert: Auch in Deutschland hielt sich die Beteiligung an dem virtuellen Austausch in Grenzen. Fast schon peinlich, hatten wir doch mit einem Weltmeistertrainer (Martin Heuberger, U21 Handball), einem Vizeweltmeister-Sportpsychologen (Tom Kossak, Eishockey) und einem Soziologen mit Sportaffinität und weltmeisterlichem Verstand (Fritz Böhle) ein einzigartiges Team zusammen – eine Leistungsreserve an sich. Danke an euch drei für die tolle Mitwirkung!
Spannend war in der Diskussion insbesondere der Erfolg der Diversität: Sicherlich auch ein Charakteristikum erfolgreicher Teams. Einen Heuberger, einen Kossak und einen Böhle kriegt man schon mal alleine zu hören. Doch nach den Einzelstatements wurde es noch mal extra spannend: Im Prinzip sollten Athletinnen und Athleten das Ganze sehen und denken, sich dabei ihrer individuellen Rolle und Selbstwirksamkeit bewusst sein und jeweils flexibel individuell reagieren. Doch wie fördert man, „das Ganze“ zu sehen? Das kann Gelingen, in dem man Zugehörigkeitsempfinden und den Erfolg von Heterogenität erlebbar macht. Und das, so die einhellige Überzeugung, auch völlig unabhängig von der spezifischen Ausübung der eigenen Sportart. Spielerisch die Stärke des Gemeinsamen erleben, dann im Spiel siegen.
Wäre nicht auch im gesamten deutschen Sportsystem Teamgeist eine tolle Leistungsreserve? Auch hier waren sich alle einig, doch wie zu mehr Teamgeist kommen und nicht stehlen? Fritz Böhle war wieder mal fantastisch: Ich bin da deutlich überfragt – aber alle positive Zusammenarbeit fängt bei der Freude am eigenen Tun an. Freude an der Arbeit im Spitzensportsystem: Wäre das nicht eine entscheidende Zielstellung auch für die Leistungssportreform? Wow. Was ein Abschluss des Wissensstammtischs. Auf dem Rückweg zur Übernachtungsmöglichkeit in Paris lief die Ideenmaschine schon an…

#letsdofuture